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Inverse Matrix berechnen mit dem Gauß-Jordan-Verfahren

Die Inverse berechnest du mit dem Gauß-Jordan-Verfahren: Schreibe die Einheitsmatrix neben A und forme so lange um, bis links die Einheitsmatrix steht. Rechts steht dann A⁻¹.

So gehst du vor

  1. 1

    Schreibe (A | E): links die Matrix, rechts die Einheitsmatrix.

  2. 2

    Erzeuge Nullen unter der Diagonale wie beim Gauß-Verfahren.

  3. 3

    Erzeuge danach Nullen über der Diagonale, von unten nach oben.

  4. 4

    Teile jede Zeile durch ihr Diagonalelement, sodass links lauter Einsen stehen.

  5. 5

    Rechts steht jetzt A⁻¹. Probe: A · A⁻¹ = E.

Beispiel mit Musterlösung

Musterlösung

  1. Ausgangsmatrix

    2310
    1101
  2. 1. I ↔ II

    1101
    2310
  3. 2. II − 2·I

    1101
    011−2
  4. 3. I − II

    10−13
    011−2

Links steht die Einheitsmatrix, geschafft! Rechts steht die Inverse.

Jetzt selbst rechnen

Gib die Zeilenumformungen ein, z. B. II − 3·I. Wenn du festhängst, hilft „Tipp: nächster Schritt“.

Aufgabe 1 von 2Inverse · 3×3

Berechne die Inverse.

Forme so lange um, bis links die Einheitsmatrix steht. Rechts steht dann die Inverse.

−2−15100
−102010
−112001

Typische Fehler

  • Nur die linke Seite umgeformt: Jede Umformung gilt für die ganze Zeile, also auch für die rechte Hälfte.
  • Spalten statt Zeilen umgeformt: Beim Gauß-Jordan-Verfahren sind nur Zeilenumformungen erlaubt.
  • Bei einer Nullzeile links weitergerechnet: Dann ist A nicht invertierbar (det A = 0).

Häufige Fragen

Wann gibt es keine Inverse?

Wenn die Determinante 0 ist. Beim Umformen entsteht dann links eine Nullzeile.

Gibt es eine Formel für 2×2-Matrizen?

Ja: Für A = (a b; c d) ist A⁻¹ = 1/(ad − bc) · (d −b; −c a). Ab 3×3 ist Gauß-Jordan meist schneller als die Formel mit der Adjunkten.

Wozu braucht man die Inverse?

Mit ihr lässt sich Ax = b als x = A⁻¹b lösen, auch für viele rechte Seiten auf einmal.

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