Monohybrider Erbgang: Kreuzungsschema mit Lösung
Beim monohybriden Erbgang betrachtest du ein einziges Gen mit zwei Allelen. Mit dem Kreuzungsschema (Punnett-Quadrat) bestimmst du, welche Genotypen und Phänotypen die Nachkommen mit welcher Wahrscheinlichkeit haben.
Regeln
- Jeder Elternteil gibt eines seiner zwei Allele weiter (Spaltungsregel)
- Kreuzungsquadrat: Keimzellen des einen Elternteils oben, des anderen seitlich
- Aa × Aa: Genotypen 1 : 2 : 1, Phänotypen 3 : 1
- Aa × aa: 1 : 1; AA × aa: alle Aa (Uniformitätsregel)
- Dominant: Das Allel setzt sich im heterozygoten Zustand durch
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Drei Aufgaben zu diesem Thema. Wahrscheinlichkeiten in Prozent als Zahl eintippen, z. B. 18,75.
Aufgabe
Merkmal: Samenfarbe bei Erbsen. Das Allel A (gelb) ist dominant über a (grün). Gekreuzt werden Aa × aa. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für einen Nachkommen mit grünem Phänotyp und für einen heterozygoten Nachkommen? Welches Phänotypenverhältnis (dominant : rezessiv) entsteht?
Wahrscheinlichkeit rezessiver Phänotyp in %
Wahrscheinlichkeit heterozygot (Aa) in %
Phänotypenverhältnis
Wahrscheinlichkeiten in Prozent als Zahl (25 oder 18,75), auf 2 Nachkommastellen gerundet; Allelfrequenzen als Dezimalzahl (0,02).
Beispiel mit Lösungsweg
Merkmal: Fellfarbe bei Meerschweinchen. Das Allel A (schwarz) ist dominant über a (weiß). Gekreuzt werden AA × aa. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für einen Nachkommen mit weißem Phänotyp und für einen heterozygoten Nachkommen? Welches Phänotypenverhältnis (dominant : rezessiv) entsteht?
Lösungsweg
- 1.Keimzellen: AA bildet A, aa bildet a
- 2.Kreuzungsquadrat: Aa 1
- 3.Rezessiver Phänotyp nur bei aa: 0 %; heterozygot Aa: 100 %
- 4.Phänotypen: nur dominant
Typischer Fehler: Genotyp- und Phänotypenverhältnis verwechseln: Bei Aa × Aa ist das Genotypenverhältnis 1 : 2 : 1, das Phänotypenverhältnis aber 3 : 1, weil AA und Aa gleich aussehen.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Genotyp und Phänotyp?
Der Genotyp sind die Allele (AA, Aa, aa), der Phänotyp ist das sichtbare Merkmal. AA und Aa haben bei dominant-rezessivem Erbgang denselben Phänotyp.
Was sagen die Mendelschen Regeln?
Uniformitätsregel: Kreuzt man zwei reinerbige Eltern, sind alle Nachkommen der F1 gleich. Spaltungsregel: In der F2 spalten die Merkmale wieder auf (3 : 1). Unabhängigkeitsregel: Verschiedene Gene werden unabhängig vererbt.
