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E2 (Saytzeff-Produkt): Übungen und Mechanismus

Reagenz: NaOCH₂CH₃, WärmeThema: EliminierungGrundlagen

Starke Base + sekundäres/tertiäres Halogenalkan + Wärme = E2. Nach Saytzeff entsteht das höher substituierte, stabilere Alken.

Beispiel

NaOCH₂CH₃, Wärme

Eine starke Base mit sekundärem oder tertiärem Halogenalkan und Wärme führt zur E2-Eliminierung. Nach der Saytzeff-Regel entsteht bevorzugt das höher substituierte, stabilere Alken.

Mechanismus Schritt für Schritt

  1. 1

    Die Base nimmt ein H-Atom vom C-Atom neben dem Halogen-C (β-H) ab.

  2. 2

    Gleichzeitig klappt das Bindungselektronenpaar zur neuen C=C-Bindung um und das Halogenid geht ab (ein Schritt).

  3. 3

    Dafür müssen H und Halogen antiperiplanar stehen (in einer Ebene, entgegengesetzt).

  4. 4

    Gibt es mehrere β-H, entsteht bevorzugt das höher substituierte Alken (Saytzeff).

Übungsaufgaben

Welches Produkt entsteht, welches Reagenz braucht es? Nach jeder Antwort siehst du die Erklärung.

Aufgabe 1 von 3Eliminierung
?

Mit welchem Reagenz gelingt diese Umsetzung?

Typische Fehler

  • Das ist das Substitutionsprodukt (Ether). Bei sekundären und tertiären Halogenalkanen mit starker Base und Wärme gewinnt die Eliminierung.
  • Ein Alkohol entsteht durch Substitution mit Wasser oder Hydroxid. Ethanolat ist hier eine starke Base und spaltet HBr ab: Es entsteht ein Alken.

Oft verwechselt mit: E2 mit sperriger Base (Hofmann-Produkt) · SN1 (Hydrolyse)

Häufige Fragen

Warum ist das höher substituierte Alken stabiler?

Alkylgruppen stabilisieren die Doppelbindung durch Hyperkonjugation; das zeigt sich in kleineren Hydrierwärmen.

Woran erkenne ich, ob E2 oder SN2 gewinnt?

Starke Base + verzweigtes (sekundäres/tertiäres) Substrat + Wärme → E2. Gutes Nukleophil + primäres Substrat → SN2.

Weitere Reaktionen: Eliminierung