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Satz von Bayes: positiver Test, wie wahrscheinlich krank?

Der Klassiker der bedingten Wahrscheinlichkeit: Bei seltenen Krankheiten ist ein positiver Test oft weniger aussagekräftig als gedacht.

Beispiel mit Rechenweg

Eine Krankheit hat eine Häufigkeit von 5 %. Ein Test erkennt Kranke mit 95 % (Sensitivität) und Gesunde mit 95 % (Spezifität). Wie groß ist P(krank | Test positiv)?

Rechenweg

  1. 1.P(+) = 0,95 · 0,05 + 0,05 · 0,95 = 0,0950
  2. 2.Bayes: P(krank | +) = P(+ | krank) · P(krank) / P(+) = 0,0475 / 0,0950 = 0,5000

Typischer Fehler: P(krank | +) mit der Sensitivität P(+ | krank) verwechseln.

Jetzt selbst rechnen

Drei Aufgaben genau dieses Typs, jedes Mal mit anderen Zahlen. Komma oder Punkt, Brüche wie 1/6 gehen auch.

Aufgabe 1 von 3Bedingte Wahrscheinlichkeit

Aufgabe

Eine Krankheit hat eine Häufigkeit von 5 %. Ein Test erkennt Kranke mit 95 % (Sensitivität) und Gesunde mit 95 % (Spezifität). Wie groß ist P(krank | Test positiv)?

P (auf 4 Nachkommastellen)

Komma oder Punkt, Brüche wie 1/6 gehen auch.

Formeln zum Thema
  • P(A | B) = P(A ∩ B) / P(B)
  • Totale Wahrscheinlichkeit: P(B) = P(B | A) · P(A) + P(B | Ā) · P(Ā)
  • Bayes: P(A | B) = P(B | A) · P(A) / P(B)

Typischer Fehler: P(krank | +) mit der Sensitivität P(+ | krank) verwechseln.

Häufige Fragen

Was ist der typische Fehler bei „Satz von Bayes: positiver Test, wie wahrscheinlich krank?“?

P(krank | +) mit der Sensitivität P(+ | krank) verwechseln.

Warum ist P(krank | positiv) oft so klein?

Bei seltenen Krankheiten gibt es viel mehr Gesunde; schon wenige falsch Positive unter ihnen überwiegen die wenigen richtig Positiven.