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N-Alkylierung von Pyridin: Übungen und Mechanismus

Reagenz: CH₃IThema: HeterocyclenGrundlagen

Pyridin greift CH₃I mit dem Stickstoff an (SN2): Es entsteht ein N-Methylpyridinium-Salz. Friedel-Crafts-artige C-Methylierung findet nicht statt.

Beispiel

CH₃I

Pyridin ist eine Base und ein Nukleophil am Stickstoff (das Elektronenpaar gehört nicht zum π-System). Es greift CH₃I nach SN2 an: Es entsteht ein N-Methylpyridinium-Salz. Am Ring wird nicht methyliert.

Mechanismus Schritt für Schritt

  1. 1

    Das freie Elektronenpaar am N (in der Ringebene, nicht aromatisch gebunden) greift das C von CH₃I an.

  2. 2

    In einem SN2-Schritt bildet sich die N–C-Bindung, Iodid geht ab.

  3. 3

    Es entsteht N-Methylpyridiniumiodid; der Ring bleibt aromatisch, ist jetzt aber positiv geladen.

Übungsaufgaben

Welches Produkt entsteht, welches Reagenz braucht es? Nach jeder Antwort siehst du die Erklärung.

Aufgabe 1 von 3Heterocyclen
CH₃I
?

Welches Hauptprodukt entsteht?

Typische Fehler

  • Der Ring wird nicht am Kohlenstoff angegriffen. Das freie Elektronenpaar am Stickstoff ist das Nukleophil, deshalb reagiert der Stickstoff.
  • Der Ring wird nicht am Kohlenstoff angegriffen. Das freie Elektronenpaar am Stickstoff ist das Nukleophil, deshalb reagiert der Stickstoff.

Oft verwechselt mit: Pyridin-N-oxid · Friedel-Crafts-Alkylierung

Häufige Fragen

Warum ist das N von Pyridin nukleophil, das von Pyrrol aber nicht?

Bei Pyrrol ist das N-Elektronenpaar Teil des aromatischen Sextetts; es zu benutzen würde die Aromatizität zerstören. Beim Pyridin steht es in der Ringebene zur Verfügung.

Wo kommen Pyridinium-Ionen vor?

Im Coenzym NAD⁺: Der Nicotinamid-Ring ist ein N-alkyliertes Pyridinium-Ion, das Hydrid aufnimmt (NADH).

Weitere Reaktionen: Heterocyclen