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Pyridin-N-oxid: Übungen und Mechanismus

Reagenz: mCPBA (oder H₂O₂, CH₃COOH)Thema: HeterocyclenFortgeschritten

Die Persäure überträgt ein O-Atom auf das freie Elektronenpaar des Ring-Stickstoffs: Es entsteht das Pyridin-N-oxid (N⁺–O⁻). Der Ring bleibt aromatisch und unverändert.

Beispiel

mCPBA (oder H₂O₂, CH₃COOH)

Das freie Elektronenpaar am Pyridin-N liegt in der Ringebene und ist nicht Teil des aromatischen Systems. Es greift das O der Persäure an: Es entsteht das N-oxid. Der Ring wird dabei nicht angegriffen.

Mechanismus Schritt für Schritt

  1. 1

    Das freie Elektronenpaar des Pyridin-N greift das endständige O der Persäure an.

  2. 2

    Die O–O-Bindung bricht; die Carbonsäure geht als Abgangsgruppe (m-Chlorbenzoesäure).

  3. 3

    Es entsteht Pyridin-N-oxid mit N⁺–O⁻; der aromatische Ring bleibt unverändert.

Übungsaufgaben

Welches Produkt entsteht, welches Reagenz braucht es? Nach jeder Antwort siehst du die Erklärung.

Aufgabe 1 von 3Heterocyclen
mCPBA (oder H₂O₂, CH₃COOH)
?

Welches Hauptprodukt entsteht?

Typische Fehler

  • Der Ring wird nicht am Kohlenstoff angegriffen. Das freie Elektronenpaar am Stickstoff ist das Nukleophil, deshalb reagiert der Stickstoff.
  • Der Ring wird nicht am Kohlenstoff angegriffen. Das freie Elektronenpaar am Stickstoff ist das Nukleophil, deshalb reagiert der Stickstoff.

Oft verwechselt mit: N-Alkylierung von Pyridin · Epoxidierung

Häufige Fragen

Wozu macht man N-oxide?

Das N-oxid ist für SEAr reaktiver als Pyridin und lenkt nach C4 (z. B. Nitrierung zu 4-Nitropyridin-N-oxid). Danach wird der Sauerstoff wieder entfernt.

Was unterscheidet Pyridin von Benzol?

Das N ist elektronegativer als C und zieht Elektronendichte aus dem Ring: Elektrophile reagieren schlecht (wie bei Nitrobenzol), Nukleophile gut an C2 und C4. Das freie Elektronenpaar am N liegt in der Ringebene und macht Pyridin basisch (pKₛ des Pyridinium ≈ 5).

Weitere Reaktionen: Heterocyclen