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SN2 mit Hydroxid: Übungen und Mechanismus

Reagenz: NaOH (wässrig)Thema: Nukleophile SubstitutionGrundlagen

Ein primäres Halogenalkan mit Hydroxid reagiert nach SN2: Das OH ersetzt das Halogen an derselben Stelle, die Kette bleibt gleich lang.

Beispiel

NaOH (wässrig)

Primäre Halogenalkane reagieren nach SN2: Das Hydroxid greift das C-Atom von der Rückseite an, das Halogenid verlässt das Molekül. Es entsteht ein primärer Alkohol, die Kette bleibt gleich lang.

Mechanismus Schritt für Schritt

  1. 1

    Das freie Elektronenpaar von OH⁻ greift das C-Atom mit dem Halogen an, genau gegenüber der C–Halogen-Bindung (Rückseitenangriff).

  2. 2

    Im Übergangszustand ist das C-Atom fünffach koordiniert: Die neue C–O-Bindung bildet sich, während die C–Halogen-Bindung bricht (ein Schritt, konzertiert).

  3. 3

    Das Halogenid geht ab; die drei übrigen Substituenten klappen um wie ein Regenschirm im Wind (Walden-Umkehr, Inversion).

Übungsaufgaben

Welches Produkt entsteht, welches Reagenz braucht es? Nach jeder Antwort siehst du die Erklärung.

Aufgabe 1 von 3Nukleophile Substitution
NaOH (wässrig)
?

Welches Hauptprodukt entsteht?

Typische Fehler

  • Das ist das Eliminierungsprodukt. Bei primären Halogenalkanen und wässrigem Hydroxid überwiegt die Substitution; Eliminierung bräuchte eine starke, sperrige Base und Wärme.

Oft verwechselt mit: SN2 mit Cyanid (Kettenverlängerung) · Williamson-Ethersynthese · SN2 mit Ammoniak

Häufige Fragen

Warum reagieren primäre Halogenalkane bevorzugt nach SN2?

Der Rückseitenangriff braucht Platz. Bei primären C-Atomen ist die Rückseite kaum abgeschirmt; bei tertiären versperren drei Alkylgruppen den Weg.

Wovon hängt die Geschwindigkeit ab?

SN2 ist bimolekular: Die Geschwindigkeit hängt von der Konzentration des Halogenalkans und des Nukleophils ab (v = k·[RX]·[Nu⁻]).

Weitere Reaktionen: Nukleophile Substitution