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Fach-Guide

Statistik-Klausur vorbereiten

In Statistik scheitern viele nicht am Verständnis, sondern an kleinen, immer gleichen Fehlern. So übst du sie gezielt weg.

6 Min. Lesezeit

Die Aufgabentypen der Klausur

Statistik-Klausuren in BWL, Psychologie, Medizin und Sozialwissenschaften folgen meist demselben Aufbau: deskriptive Statistik, Wahrscheinlichkeit und Verteilungen, dann schließende Statistik mit Konfidenzintervallen und Tests.

Die Fehler, die am meisten Punkte kosten

  • Bei der Stichprobenvarianz durch n statt durch n − 1 teilen.
  • Negative z-Werte direkt in der Tabelle suchen statt Φ(−z) = 1 − Φ(z) zu nutzen.
  • Beim Konfidenzintervall durch n statt durch √n teilen, oder bei unbekanntem σ z statt t nehmen.
  • Beim einseitigen Test |t| vergleichen; es zählt nur die Richtung der Alternativhypothese.
  • „H₀ wird nicht abgelehnt“ als „H₀ ist bewiesen“ formulieren.
  • P(A | B) mit P(B | A) verwechseln, der Klassiker beim Satz von Bayes.

So übst du

  1. 1

    Formelsammlung kennen, nicht auswendig lernen

    Meist ist eine Formelsammlung erlaubt. Übe mit genau dieser, dann weißt du in der Klausur, wo was steht.

  2. 2

    Rechnen statt lesen

    Lösungen nachzuvollziehen fühlt sich nach Lernen an, trainiert aber nicht das selbst Rechnen. Erst rechnen, dann vergleichen (Dunlosky et al., 2013).

  3. 3

    Gemischt und verteilt

    Jeden Tag ein paar gemischte Aufgaben statt einem Thema am Stück. Das übt das Erkennen des richtigen Verfahrens (Rohrer & Taylor, 2007; Cepeda et al., 2006).

Lernplan: zwei Wochen

  • Tage 1–4: Lage und Streuung, Kombinatorik, Erwartungswert, Binomialverteilung.
  • Tage 5–8: Normalverteilung, Konfidenzintervalle, Stichprobenumfang.
  • Tage 9–11: Hypothesentests (z, t, ein- und zweiseitig), Fehler 1. und 2. Art, Chi²-Test.
  • Tage 12–14: Regression, Bayes, Altklausuren unter Zeitdruck.

Üben mit dem Statistik-Trainer

Du rechnest selbst: 27 Aufgabentypen von Mittelwert bis Chi²-Test, jedes Mal mit neuen Daten, sofort geprüft, mit Rechenweg und typischem Fehler. Jeden Tag fünf Aufgaben ohne Konto.

Quellen

  • Dunlosky, J., Rawson, K. A., Marsh, E. J., Nathan, M. J., & Willingham, D. T. (2013). Improving students’ learning with effective learning techniques. Psychological Science in the Public Interest, 14(1), 4–58. doi:10.1177/1529100612453266
  • Rohrer, D., & Taylor, K. (2007). The shuffling of mathematics problems improves learning. Instructional Science, 35(6), 481–498. doi:10.1007/s11251-007-9015-8
  • Cepeda, N. J., Pashler, H., Vul, E., Wixted, J. T., & Rohrer, D. (2006). Distributed practice in verbal recall tasks: A review and quantitative synthesis. Psychological Bulletin, 132(3), 354–380. doi:10.1037/0033-2909.132.3.354