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Swern-Oxidation: Übungen und Mechanismus

Reagenz: 1. (COCl)₂, DMSO, −78 °C 2. Et₃NThema: AlkoholeFortgeschritten

Die Swern-Oxidation ist mild und wasserfrei: primäre Alkohole werden zum Aldehyd (nicht zur Säure), sekundäre zum Keton. Tertiäre Alkohole reagieren nicht.

Beispiel

1. (COCl)₂, DMSO, −78 °C 2. Et₃N

DMSO wird mit Oxalylchlorid aktiviert, der Alkohol bindet an den Schwefel. Triethylamin löst eine intramolekulare Eliminierung aus: Es entsteht die Carbonylverbindung und Dimethylsulfid. Wie PCC stoppt die Swern-Oxidation beim Aldehyd, aber ganz ohne Chrom.

Mechanismus Schritt für Schritt

  1. 1

    Oxalylchlorid aktiviert DMSO bei −78 °C; es entsteht ein Chlorsulfonium-Ion (CO und CO₂ entweichen).

  2. 2

    Der Alkohol greift den Schwefel an: Alkoxysulfonium-Ion.

  3. 3

    Et₃N deprotoniert eine Methylgruppe am S; das Ylid zieht in einem cyclischen Schritt das H vom Alkohol-C ab: C=O entsteht, Dimethylsulfid geht ab.

Übungsaufgaben

Welches Produkt entsteht, welches Reagenz braucht es? Nach jeder Antwort siehst du die Erklärung.

Aufgabe 1 von 3Alkohole
1. (COCl)₂, DMSO, −78 °C 2. Et₃N
?

Welches Hauptprodukt entsteht?

Typische Fehler

  • Swern stoppt beim Aldehyd: Es ist kein Wasser vorhanden, das ein Hydrat bilden könnte, und das Oxidationsmittel reicht nur für einen Schritt. Zur Säure führt z. B. Jones (CrO₃, H₂SO₄).

Oft verwechselt mit: Starke Oxidation (Chromsäure) · Säurekatalysierte Dehydratisierung (E1)

Häufige Fragen

Was sind die Vorteile gegenüber PCC?

Kein giftiges Chrom, sehr mild (−78 °C), keine Überoxidation. Nachteil: Dimethylsulfid riecht stark.

Welche anderen milden Oxidationen gibt es?

Dess-Martin-Periodinan (DMP) und TEMPO/NaOCl. Alle stoppen beim Aldehyd.

Weitere Reaktionen: Alkohole