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Robinson-Anellierung: Übungen und Mechanismus

Reagenz: Methylvinylketon, NaOH, WärmeThema: Enolate & KondensationenFortgeschritten

Erst Michael-Addition an Methylvinylketon, dann intramolekulare Aldolkondensation: An das Keton wird ein neuer Sechsring mit einem Enon angebaut.

Beispiel

Methylvinylketon, NaOH, Wärme

Zwei Schritte nacheinander: Erst greift das Enolat des Ketons Methylvinylketon in einer Michael-Addition an. Dann reagiert die neue Methylketon-Gruppe in einer intramolekularen Aldolkondensation mit der ursprünglichen Carbonylgruppe. Es entsteht ein neuer Sechsring mit einem Cyclohexenon.

Mechanismus Schritt für Schritt

  1. 1

    Das Enolat des Ketons addiert an Methylvinylketon (Michael-Addition): Es entsteht eine 1,5-Dicarbonylverbindung.

  2. 2

    Ein neues Enolat an der Methylgruppe des früheren MVK greift das Ring-Keton an (intramolekulare Aldolreaktion), es schließt sich ein Sechsring.

  3. 3

    Beim Erwärmen wird Wasser abgespalten: Es entsteht ein bicyclisches Enon (z. B. Octalon).

Übungsaufgaben

Welches Produkt entsteht, welches Reagenz braucht es? Nach jeder Antwort siehst du die Erklärung.

Aufgabe 1 von 3Enolate & Kondensationen
Methylvinylketon, NaOH, Wärme
?

Welches Hauptprodukt entsteht?

Typische Fehler

Oft verwechselt mit: Michael-Addition · Aldolkondensation

Häufige Fragen

Wozu nutzt man die Robinson-Anellierung?

Für Sechsringe mit Enon, z. B. im Aufbau von Steroiden und Terpenen (Wieland-Miescher-Keton).

Wie erkenne ich eine Robinson-Anellierung im Produkt?

Ein Cyclohexenon, das an einen bestehenden Ring angebaut ist. Zurückgedacht: Die C=C-Bindung trennen (Aldol), dann die Michael-Bindung.

Weitere Reaktionen: Enolate & Kondensationen