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Knoevenagel-Kondensation (Doebner): Übungen und Mechanismus

Reagenz: CH₂(COOH)₂, Pyridin, WärmeThema: Enolate & KondensationenFortgeschritten

Malonsäure kondensiert mit dem Aldehyd zur Alkylidenmalonsäure, die in heißem Pyridin CO₂ verliert. Es entsteht eine (E)-α,β-ungesättigte Carbonsäure (aus Benzaldehyd Zimtsäure).

Beispiel

CH₂(COOH)₂, Pyridin, Wärme

Pyridin deprotoniert die sehr saure Malonsäure, das Enolat greift den Aldehyd an. Nach Wasserabspaltung entsteht eine Alkylidenmalonsäure, die in der Wärme decarboxyliert. Ergebnis: eine (E)-Zimtsäure bzw. α,β-ungesättigte Carbonsäure.

Mechanismus Schritt für Schritt

  1. 1

    Pyridin (mit etwas Piperidin) deprotoniert die CH₂-Gruppe der Malonsäure.

  2. 2

    Das Enolat greift den Aldehyd an; nach Wasserabspaltung entsteht die Alkylidenmalonsäure.

  3. 3

    In der Wärme decarboxyliert eine COOH-Gruppe; es entsteht die (E)-ungesättigte Säure.

Übungsaufgaben

Welches Produkt entsteht, welches Reagenz braucht es? Nach jeder Antwort siehst du die Erklärung.

Aufgabe 1 von 1Enolate & Kondensationen
CH₂(COOH)₂, Pyridin, Wärme
?

Welches Hauptprodukt entsteht?

Typische Fehler

  • Die Alkylidenmalonsäure ist eine β-Dicarbonsäure und decarboxyliert in der Wärme. Übrig bleibt nur eine COOH-Gruppe.
  • Das Additionsprodukt verliert Wasser, weil das Produkt mit Ring und C=O konjugiert ist. Es entsteht die C=C-Doppelbindung.

Oft verwechselt mit: Horner-Wadsworth-Emmons-Reaktion · Claisen-Schmidt-Kondensation · Cannizzaro-Reaktion

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zur Aldolkondensation?

Der Nukleophil-Partner ist eine sehr saure „aktive Methylengruppe“ (zwischen zwei Akzeptoren). Deshalb reicht eine schwache Base wie Pyridin.

Was ist die Doebner-Variante?

Malonsäure (statt Malonester) in Pyridin: Kondensation und Decarboxylierung laufen in einem Topf, direkt zur Zimtsäure.

Weitere Reaktionen: Enolate & Kondensationen