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Hell-Volhard-Zelinsky-Reaktion: Übungen und Mechanismus

Reagenz: Br₂, PBr₃ (kat.), dann H₂OThema: Enolate & KondensationenFortgeschritten

PBr₃ macht aus der Säure ein Säurebromid, das leicht enolisiert. Das Enol wird am α-C bromiert; nach Hydrolyse entsteht die α-Bromcarbonsäure.

Beispiel

Br₂, PBr₃ (kat.), dann H₂O

Carbonsäuren selbst enolisieren kaum. PBr₃ wandelt sie in das Säurebromid um, das leicht enolisiert und am α-C-Atom bromiert wird. Mit Wasser entsteht die α-Bromcarbonsäure.

Mechanismus Schritt für Schritt

  1. 1

    PBr₃ macht aus der Carbonsäure das Säurebromid R–CH₂–COBr.

  2. 2

    Das Säurebromid enolisiert viel leichter als die Säure; das Enol greift Br₂ an: α-Brom-säurebromid.

  3. 3

    Wasser hydrolysiert das Säurebromid zur α-Bromcarbonsäure.

Übungsaufgaben

Welches Produkt entsteht, welches Reagenz braucht es? Nach jeder Antwort siehst du die Erklärung.

Aufgabe 1 von 3Enolate & Kondensationen
Br₂, PBr₃ (kat.), dann H₂O
?

Welches Hauptprodukt entsteht?

Typische Fehler

  • Das Säurebromid ist nur ein Zwischenprodukt. Nach der Bromierung am α-C wird es mit Wasser wieder zur Carbonsäure hydrolysiert.
  • Mit einem Äquivalent Br₂ wird genau ein α-H ersetzt. Ein zweites Br würde zusätzliches Br₂ brauchen.

Oft verwechselt mit: α-Bromierung von Ketonen (sauer) · Säurechlorid aus Carbonsäure

Häufige Fragen

Warum reagiert die Säure selbst nicht?

Carbonsäuren enolisieren kaum, weil die OH-Gruppe die Carbonylgruppe durch Mesomerie stabilisiert. Das Säurebromid enolisiert leicht.

Was macht man mit α-Bromsäuren?

Mit NH₃ entstehen α-Aminosäuren (SN2), mit OH⁻ α-Hydroxysäuren.

Weitere Reaktionen: Enolate & Kondensationen