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Mannich-Reaktion: Übungen und Mechanismus

Reagenz: HCHO, (CH₃)₂NH, H⁺Thema: Enolate & KondensationenFortgeschritten

Formaldehyd und Dimethylamin bilden ein Iminium-Ion. Das Enol des Ketons greift es an: Am α-C hängt danach eine CH₂–N(CH₃)₂-Gruppe (Mannich-Base, β-Aminoketon).

Beispiel

HCHO, (CH₃)₂NH, H⁺

Formaldehyd und das sekundäre Amin bilden ein Iminium-Ion. Das Enol des Ketons greift es an, es entsteht eine β-Aminocarbonylverbindung (Mannich-Base). Damit wird eine CH₂–NR₂-Gruppe an das α-C-Atom angehängt.

Mechanismus Schritt für Schritt

  1. 1

    Formaldehyd und Dimethylamin bilden unter Säure ein Iminium-Ion (CH₂=N⁺(CH₃)₂).

  2. 2

    Das Keton liegt teilweise als Enol vor; das Enol greift das Iminium-C an.

  3. 3

    Deprotonierung ergibt die Mannich-Base, ein β-Aminoketon.

Übungsaufgaben

Welches Produkt entsteht, welches Reagenz braucht es? Nach jeder Antwort siehst du die Erklärung.

Aufgabe 1 von 3Enolate & Kondensationen
HCHO, (CH₃)₂NH, H⁺
?

Welches Hauptprodukt entsteht?

Typische Fehler

Oft verwechselt mit: Aldoladdition · Enaminbildung

Häufige Fragen

Warum Formaldehyd?

Er ist sehr reaktiv und hat kein α-H, kann also kein eigenes Enol bilden. Das Iminium-Ion ist ein besseres Elektrophil als das Keton.

Wozu sind Mannich-Basen gut?

Nach Methylierung und Eliminierung des Amins entstehen α,β-ungesättigte Ketone (z. B. für Michael-Additionen). Viele Alkaloide werden ähnlich biosynthetisiert.

Weitere Reaktionen: Enolate & Kondensationen