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Claisen-Kondensation: Übungen und Mechanismus

Reagenz: NaOEt, EtOH, dann H₃O⁺Thema: Enolate & KondensationenFortgeschritten

Das Ester-Enolat greift ein zweites Estermolekül an, Ethanolat geht ab. Es entsteht ein β-Ketoester; die Deprotonierung des sauren β-Ketoesters treibt die Reaktion an.

Beispiel

NaOEt, EtOH, dann H₃O⁺

Das Ester-Enolat greift die Carbonylgruppe eines zweiten Estermoleküls an, Ethanolat wird abgespalten. Es entsteht ein β-Ketoester. Treibende Kraft ist die Deprotonierung des sehr aciden β-Ketoesters, deshalb braucht man eine volle Äquivalentmenge Base.

Mechanismus Schritt für Schritt

  1. 1

    Ethanolat deprotoniert ein α-C des Esters zum Ester-Enolat.

  2. 2

    Das Enolat greift die C=O-Gruppe eines zweiten Estermoleküls an; Ethanolat geht ab: β-Ketoester.

  3. 3

    Ethanolat deprotoniert den sauren β-Ketoester (treibt das Gleichgewicht); die saure Aufarbeitung gibt das neutrale Produkt.

Übungsaufgaben

Welches Produkt entsteht, welches Reagenz braucht es? Nach jeder Antwort siehst du die Erklärung.

Aufgabe 1 von 2Enolate & Kondensationen
NaOEt, EtOH, dann H₃O⁺
?

Welches Hauptprodukt entsteht?

Typische Fehler

Oft verwechselt mit: Aldoladdition · Esterverseifung

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zur Aldolreaktion?

Bei der Aldolreaktion bleibt eine OH-Gruppe (Addition). Bei der Claisen-Kondensation geht eine Alkoxygruppe ab (Substitution), es entsteht eine zweite C=O-Gruppe.

Warum muss man NaOEt bei Ethylestern nehmen?

Andere Alkoholate würden umestern, und NaOH würde verseifen. Ethanolat tauscht nur EtO gegen EtO.

Weitere Reaktionen: Enolate & Kondensationen