Einkommens- und Kreuzpreiselastizität
Die Einkommenselastizität zeigt, wie die Nachfrage auf mehr Einkommen reagiert, die Kreuzpreiselastizität, wie sie auf den Preis eines anderen Guts reagiert. Das Vorzeichen ordnet das Gut ein.
Formeln und Regeln
- Einkommenselastizität η = %Δ Menge / %Δ Einkommen
- η < 0 inferiores Gut · 0 < η < 1 Notwendigkeit · η > 1 Luxusgut
- Kreuzpreiselastizität = %Δ Menge von B / %Δ Preis von A
- Positiv: Substitute · negativ: Komplemente · nahe null: unabhängig
Jetzt selbst rechnen
Drei Aufgaben zu diesem Thema. Zahlen wie 12,5 oder 1.250 eintippen, Elastizitäten mit Vorzeichen.
Aufgabe
Das durchschnittliche Monatseinkommen eines Haushalts steigt von 1.900,00 € auf 2.090,00 €. Seine Nachfrage nach Nudeln ändert sich dadurch von 200 auf 216 Einheiten pro Jahr. Berechne die Einkommenselastizität und ordne das Gut ein.
Prozentuale Einkommensänderung in %
Prozentuale Mengenänderung in % (Rückgang mit Minus)
Einkommenselastizität
Das Gut ist für diesen Haushalt …
Zahlen wie 12,5 oder 1.250; Elastizitäten mit Vorzeichen (−0,75); Prozent als Zahl (12,5). Auf 2 Nachkommastellen runden.
Beispiel mit Rechenweg
Das durchschnittliche Monatseinkommen eines Haushalts steigt von 2.800,00 € auf 3.080,00 €. Seine Nachfrage nach Nudeln ändert sich dadurch von 800 auf 960 Einheiten pro Jahr. Berechne die Einkommenselastizität und ordne das Gut ein.
Rechenweg
- 1.Einkommen: (3.080 − 2.800) / 2.800 = 10,00 %
- 2.Menge: (960 − 800) / 800 = 20,00 %
- 3.η = 20,00 % / 10,00 % = 2
- 4.η < 0: inferiores Gut · 0 < η < 1: normales Gut, Notwendigkeit · η > 1: Luxusgut
Typischer Fehler: Ein Gut mit positiver Einkommenselastizität unter 1 als inferior einordnen. Inferior heißt: Die Menge sinkt, wenn das Einkommen steigt (η < 0).
Der Preis von Tennisschlägern steigt um 10 %. Daraufhin ändert sich die nachgefragte Menge von Tennisbällen um −8 %. Berechne die Kreuzpreiselastizität und ordne die Beziehung der Güter ein.
Rechenweg
- 1.ε_AB = %Δ Menge Tennisbällen / %Δ Preis Tennisschlägern = −8,00 % / 10,00 % = −0,8
- 2.Negativ: Wird das eine Gut teurer, sinkt auch die Nachfrage nach dem anderen → Komplemente (werden zusammen genutzt).
Typischer Fehler: Das Vorzeichen verwechseln: Bei Komplementen ist die Kreuzpreiselastizität negativ, bei Substituten positiv.
Häufige Fragen
Ist ein inferiores Gut ein schlechtes Gut?
Nicht unbedingt. Inferior heißt nur, dass bei steigendem Einkommen weniger davon gekauft wird, weil man auf etwas anderes umsteigt (z. B. Fernbus statt Bahn).
