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Enaminbildung: Übungen und Mechanismus

Reagenz: Pyrrolidin, H⁺ (kat.), −H₂OThema: CarbonylchemieFortgeschritten

Ein sekundäres Amin (Pyrrolidin) addiert an die Carbonylgruppe. Ein Imin kann es nicht bilden (kein zweites H am N), deshalb wird ein H vom α-C abgegeben: Es entsteht ein Enamin (C=C–N).

Beispiel

Pyrrolidin, H⁺ (kat.), −H₂O

Ein sekundäres Amin addiert an die Carbonylgruppe, Wasser wird abgespalten. Weil am Stickstoff kein H mehr frei ist, kann kein Imin entstehen; stattdessen wird ein H vom α-C-Atom abgegeben: Es entsteht ein Enamin (N–C=C).

Mechanismus Schritt für Schritt

  1. 1

    Das sekundäre Amin greift das Carbonyl-C an; nach Protonenübertragung entsteht ein Halbaminal.

  2. 2

    Die Säure protoniert die OH-Gruppe, Wasser geht ab: Es entsteht ein Iminium-Ion (C=N⁺R₂).

  3. 3

    Das N hat kein H zum Abgeben, deshalb wird ein H vom α-C entfernt: Enamin (C=C–NR₂).

Übungsaufgaben

Welches Produkt entsteht, welches Reagenz braucht es? Nach jeder Antwort siehst du die Erklärung.

Aufgabe 1 von 3Carbonylchemie
Pyrrolidin, H⁺ (kat.), −H₂O
?

Welches Hauptprodukt entsteht?

Typische Fehler

Oft verwechselt mit: Iminbildung

Häufige Fragen

Wozu sind Enamine gut?

Das α-C ist nukleophil (wie bei einem Enolat, aber neutral und milder). Stork-Enamin-Reaktion: Alkylierung oder Michael-Addition, danach Hydrolyse zurück zum Keton.

Imin oder Enamin?

Primäres Amin (RNH₂) → Imin (C=N–R). Sekundäres Amin (R₂NH) → Enamin, weil am N kein H mehr übrig ist.

Weitere Reaktionen: Carbonylchemie