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Azokupplung: Übungen und Mechanismus

Reagenz: C₆H₅N₂⁺ (Diazoniumsalz), 0 °CThema: AromatenFortgeschritten

Das Diazonium-Ion ist ein schwaches Elektrophil und greift nur sehr elektronenreiche Ringe (Phenole, Dimethylaniline) an, bevorzugt in para-Stellung. Die N=N-Gruppe bleibt erhalten: Es entsteht ein Azofarbstoff.

Beispiel

C₆H₅N₂⁺ (Diazoniumsalz), 0 °C

Das Diazonium-Ion ist ein schwaches Elektrophil und greift nur sehr reiche Aromaten an: Phenole (als Phenolat) und Dialkylaniline. Es kuppelt in para-Stellung, es entsteht eine Azoverbindung (Ar–N=N–Ar), meist ein Farbstoff.

Mechanismus Schritt für Schritt

  1. 1

    Das Aryldiazonium-Ion (Ar–N≡N⁺) wird vorher in der Kälte aus Anilin, NaNO₂ und HCl hergestellt.

  2. 2

    Der sehr elektronenreiche Ring (Phenolat oder Dimethylanilin) greift das endständige N-Atom an, bevorzugt in para-Stellung (SEAr).

  3. 3

    Abgabe des H⁺ stellt die Aromatizität wieder her: Es entsteht Ar–N=N–Ar, ein farbiger Azofarbstoff.

Übungsaufgaben

Welches Produkt entsteht, welches Reagenz braucht es? Nach jeder Antwort siehst du die Erklärung.

Aufgabe 1 von 1Aromaten
C₆H₅N₂⁺ (Diazoniumsalz), 0 °C
?

Welches Hauptprodukt entsteht?

Typische Fehler

Oft verwechselt mit: Sandmeyer-Reaktion (Chlorid) · Nitrierung (SEAr)

Häufige Fragen

Warum sind Azoverbindungen farbig?

Die N=N-Gruppe verbindet zwei aromatische Ringe zu einem langen konjugierten π-System. Es absorbiert sichtbares Licht (gelb bis rot).

Welchen pH braucht man?

Für Phenole schwach basisch (das Phenolat ist reicher), für Amine schwach sauer. Bei zu hoher Basizität zerfällt das Diazonium-Ion.

Weitere Reaktionen: Aromaten