CleverSphere

Grignard-Reaktion mit Phenylmagnesiumbromid: Übungen und Mechanismus

Reagenz: 1. C₆H₅MgBr 2. H₃O⁺Thema: CarbonylchemieFortgeschritten

Die Phenylgruppe des Grignard-Reagenzes greift das Carbonyl-C an. Nach saurer Aufarbeitung entsteht ein Alkohol mit neuer C–Phenyl-Bindung (aus Aldehyd sekundär, aus Keton tertiär).

Beispiel

1. C₆H₅MgBr 2. H₃O⁺

Der Phenylrest des Grignard-Reagenz greift als Carbanion das Carbonyl-C-Atom an. Aldehyde ergeben sekundäre, Ketone tertiäre Alkohole mit einem Phenylring; Ester reagieren zweimal (zwei Phenylgruppen).

Mechanismus Schritt für Schritt

  1. 1

    Im Phenylmagnesiumbromid ist das C–Mg-Bindungselektronenpaar stark zum C polarisiert: Das Phenyl-C ist nukleophil (Carbanion-artig).

  2. 2

    Das Phenyl-C greift das Carbonyl-C an, die C=O-Bindung klappt zum Alkoxid um (Mg²⁺ als Gegenion).

  3. 3

    Die saure Aufarbeitung protoniert das Alkoxid zum Alkohol.

Übungsaufgaben

Welches Produkt entsteht, welches Reagenz braucht es? Nach jeder Antwort siehst du die Erklärung.

Aufgabe 1 von 3Carbonylchemie
1. C₆H₅MgBr 2. H₃O⁺
?

Welches Hauptprodukt entsteht?

Typische Fehler

Oft verwechselt mit: Grignard-Reaktion

Häufige Fragen

Welcher Alkohol entsteht aus welchem Edukt?

Formaldehyd → primär, andere Aldehyde → sekundär, Ketone → tertiär. Ester reagieren zweimal und geben tertiäre Alkohole mit zwei Phenylgruppen.

Warum muss alles wasserfrei sein?

Grignard-Reagenzien sind sehr starke Basen. Wasser, Alkohole oder Säuren protonieren sie sofort zum Benzol, und das Reagenz ist verloren.

Weitere Reaktionen: Carbonylchemie