Baeyer-Villiger-Oxidation: Übungen und Mechanismus
Die Persäure fügt ein O-Atom zwischen Carbonyl-C und einen Rest ein: Aus dem Keton wird ein Ester. Es wandert die Gruppe, die positive Ladung besser trägt (tertiär > sekundär ≈ Phenyl > primär > Methyl).
Beispiel
Die Persäure addiert an das Keton, dann wandert ein Rest vom Carbonyl-C zum Sauerstoff: Es entsteht ein Ester (aus cyclischen Ketonen ein Lacton). Es wandert der Rest, der eine positive Ladung am besten trägt: tertiär > sekundär ≈ Phenyl > primär > Methyl.
Mechanismus Schritt für Schritt
- 1
Die Persäure greift das Carbonyl-C an (oft nach Protonierung): Es entsteht ein tetraedrisches Criegee-Zwischenprodukt.
- 2
Ein Rest wandert vom C zum benachbarten O, gleichzeitig geht das Carboxylat ab.
- 3
Deprotonierung ergibt den Ester (aus cyclischen Ketonen ein Lacton).
Übungsaufgaben
Welches Produkt entsteht, welches Reagenz braucht es? Nach jeder Antwort siehst du die Erklärung.
Welches Hauptprodukt entsteht?
Typische Fehler
- Die Methylgruppe wandert am schlechtesten. Der Sauerstoff wird auf der Seite der höher substituierten Gruppe eingeschoben.
Oft verwechselt mit: Epoxidierung
Häufige Fragen
Welche Gruppe wandert?
Die, die positive Ladung am besten stabilisiert: tertiär > sekundär ≈ Phenyl > primär > Methyl. Bei Aldehyden wandert H, es entsteht die Carbonsäure.
Warum reagiert die Doppelbindung nicht?
Tut sie bei isolierten Alkenen oft doch (Epoxidierung). Bei Ketonen ohne C=C bleibt nur die Baeyer-Villiger-Reaktion.
