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Hydratisierung von Alkinen: Übungen und Mechanismus

Reagenz: H₂O, H₂SO₄, HgSO₄Thema: Alkene & AlkineFortgeschritten

Wasser addiert nach Markownikow, das Enol lagert sich sofort zum Keton um: Aus endständigen Alkinen entstehen Methylketone.

Beispiel

H₂O, H₂SO₄, HgSO₄

Wasser addiert nach Markownikow an die Dreifachbindung. Das zuerst entstehende Enol lagert sich sofort in die stabilere Keto-Form um (Keto-Enol-Tautomerie). Endständige Alkine ergeben Methylketone, keinen Aldehyd.

Mechanismus Schritt für Schritt

  1. 1

    Hg²⁺ koordiniert an die Dreifachbindung und macht sie elektrophil.

  2. 2

    Wasser greift am höher substituierten C-Atom an (Markownikow); es entsteht ein Enol.

  3. 3

    Das Enol tautomerisiert zum Keton: Das H wandert vom O zum C, aus C=C–OH wird CH–C=O.

Übungsaufgaben

Welches Produkt entsteht, welches Reagenz braucht es? Nach jeder Antwort siehst du die Erklärung.

Aufgabe 1 von 3Alkene & Alkine
H₂O, H₂SO₄, HgSO₄
?

Welches Hauptprodukt entsteht?

Typische Fehler

  • Ein Aldehyd entstünde nur bei Anti-Markownikow-Addition (Hydroborierung). Die Hg²⁺-katalysierte Hydratisierung folgt Markownikow und liefert das Keton.
  • Das ist das Enol, also nur die Zwischenstufe. Es lagert sich sofort in die stabilere Keto-Form um (Keto-Enol-Tautomerie).
  • Es addiert nur ein Molekül Wasser, nicht zwei. Das entstehende Enol wird zum Keton, ein Diol entsteht nicht.

Oft verwechselt mit: Katalytische Hydrierung · Hydroborierung–Oxidation

Häufige Fragen

Wie bekomme ich aus einem endständigen Alkin einen Aldehyd?

Mit Hydroborierung–Oxidation (sperriges Boran, z. B. Disiamylboran): Anti-Markownikow, das Enol wird zum Aldehyd.

Warum ist die Keto-Form stabiler?

Die C=O-Bindung ist deutlich stärker als die C=C-Bindung des Enols.

Weitere Reaktionen: Alkene & Alkine