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Simmons-Smith-Cyclopropanierung: Übungen und Mechanismus

Reagenz: CH₂I₂, Zn(Cu)Thema: Alkene & AlkineFortgeschritten

CH₂I₂ und Zn(Cu) bilden ein Carbenoid, das eine CH₂-Gruppe auf die Doppelbindung überträgt. Es entsteht ein Cyclopropan; die Geometrie des Alkens bleibt erhalten (stereospezifisch).

Beispiel

CH₂I₂, Zn(Cu)

Das Zinkcarbenoid ICH₂ZnI überträgt eine CH₂-Gruppe in einem Schritt auf die Doppelbindung. Es entsteht ein Cyclopropan, die Anordnung der Substituenten am Alken bleibt erhalten (stereospezifisch).

Mechanismus Schritt für Schritt

  1. 1

    Zink (aktiviert mit Kupfer) schiebt sich in die C–I-Bindung von CH₂I₂: Es entsteht ICH₂ZnI, ein Carbenoid.

  2. 2

    Das Carbenoid überträgt die CH₂-Gruppe in einem Schritt auf beide C-Atome der Doppelbindung (Übergangszustand wie ein „Schmetterling“).

  3. 3

    ZnI₂ geht ab, es entsteht ein Cyclopropan. Die Substituenten behalten ihre Lage: aus cis-Alken cis-Cyclopropan.

Übungsaufgaben

Welches Produkt entsteht, welches Reagenz braucht es? Nach jeder Antwort siehst du die Erklärung.

Aufgabe 1 von 3Alkene & Alkine
CH₂I₂, Zn(Cu)
?

Welches Hauptprodukt entsteht?

Typische Fehler

Oft verwechselt mit: Addition von Dichlorcarben · Epoxidierung

Häufige Fragen

Warum nicht freies Carben aus Diazomethan?

Diazomethan ist giftig und explosiv, und freies CH₂-Carben ist so reaktiv, dass es auch in C–H-Bindungen einschiebt. Das Carbenoid ist sanfter und selektiv.

Ist die Reaktion stereospezifisch?

Ja. Weil beide neuen Bindungen gleichzeitig entstehen, bleibt die cis/trans-Beziehung des Alkens im Cyclopropan erhalten.

Weitere Reaktionen: Alkene & Alkine